Was mir wichtig ist

Ich mag die Menschen im Kreis Paderborn und lebe gern in unserer Heimat. Ich habe über viele Jahre in der Kommunalpolitik in Salzkotten die Rahmenbedingungen mitgestaltet und durch die unterschiedlichen Tätigkeiten viele Einblicke hinter die Kulissen bekommen. Mir ist es sehr wichtig Politik für die Menschen zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören. Gerade in diesen stürmischen Zeiten und gerade im Kreis Paderborn kommt es darauf an einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen herzustellen. Unsere Gesellschaft ist sehr vielfältig und bunt, mir ist es wichtig, dass sich diese Unterschiede auch in der politischen Arbeit wiederfinden. Gemeinsam können wir im Kreis Paderborn die Zukunft für alle positiv gestalten. Selbstverständlich trete ich an um meine persönlichen Inhalte und Überzeugungen voran zu bringen, aber das geht natürlich nur im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Unterschiedliche Lebensperspektiven bringen auch unterschiedliche Ansprüche an die Politik hervor. Ich finde wir sollten diese Unterschiede nicht gegenseitig ablehnen sondern vielmehr das Verbindende suchen.

Bild: Nils Wydrinna

 

Politik für alle

Ich finde wir dürfen selbstbewusst und mutig sein, denn ich weiß, dass die Menschen im Kreis Paderborn echte „Macher*innen“ sind. Wir werden die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam meistern, davon bin ich überzeugt. Für mich ist es wichtig, dass Politik alle Menschen im Blick hat und sich am Gemeinwohl orientiert und sich für einen fairen Interessenausgleich einsetzt. Gerade in und nach der Pandemie kommt es darauf an, dass die Schwächeren unserer Gesellschaft nicht durchs Raster fallen und auf der Strecke bleiben. Das kann nur dann funktionieren, wenn nicht Einzelinteressen und Spendenchecks über die Politik entscheiden, sondern das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger. Ich stehe für eine unabhängige und gemeinwohlorientierte Politik, dass kennt man von mir aus der Kommunalpolitik und das möchte ich auch im Landtag unter Beweis stellen.

Politik aus Sicht der Kommunen

Meine politische Heimat ist die Kommunalpolitik. Durch die Arbeit im Stadtrat habe ich die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen hautnah miterleben dürfen. Und ich habe auch gesehen, mit welch großem Engagement sich Menschen in unserer Region für andere einsetzen und das Zusammenleben gestalten. Und eins habe ich in den vielen Jahren Ratstätigkeit erlebt: In den Städten und Gemeinden kann unwahrscheinlich viel bewegt und erreicht werden. Das funktioniert aber selbstverständlich nur, wenn man den Verantwortlichen vor Ort auch die Mittel dazu gibt. Leider übersteigen die Aufgaben der Kommunen nach wie vor die zugewiesenen Finanzmittel. Viele Städte und Gemeinden fehlt finanziell die Luft zum Atmen und die aktuellen Krisen haben diese Situation nochmals verschärft. Diese Situation möchte ich ändern. Wir müssen die Kommunen in unserem Land endlich grundsätzlich mit angemessenen Finanzmitteln ausstatten und dafür sorgen, dass die Infrastruktur vor Ort in Ordnung gehalten werden kann.

Rathaus-Salzkotten
Rathaus Salzkotten

Investitionsstau angehen

Bereits heute schieben viele Orte einen enormen Investitionsstau vor sich her und der Berg wird immer höher. Die meisten Städte und Gemeinden leben von der Hand in den Mund und stehen im Grunde mit einem Bein in der Haushaltssicherung oder stecken mittendrin. Wie soll man unter solchen Vorzeichen eine verlässliche und langfristige Planung betreiben? Was heute noch finanziell funktioniert kann morgen schon weitere Löcher in die kommunalen Kassen reißen. Das Eis auf dem wir stehen ist beängstigend dünn. Das müssen wir ändern, weil wir es den Menschen hier vor Ort schuldig sind. Denn eins ist sicher, wenn wir unsere Infrastruktur nicht in Ordnung halten, wird unser Land in Zukunft abgehängt. Ich bin überzeugt davon, dass eine gute örtliche Infrastruktur die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft sichert.

Verkehr, Bauen, Infrastruktur

Ich bin mir sicher, dass unser Land gemeinsam mit den Kommunen dafür sorgen kann, dass wir unsere gesamte Infrastruktur zukunftssicher aufstellen. Dazu gehören für mich die Anpassung des Verkehrswegenetzes und der Verkehrsmittel, die Digitalisierung und die Sicherstellung von bezahlbarem Wohnraum genauso, wie die konsequente Umsetzung der Energiewende und die Abmilderung der Klimafolgen. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Politik viel zu stark abgewartet und leider bereits viele Chancen verpasst. Wir müssen nun endlich aktiv werden. Es ist für mich nicht nachvollziehbar warum man so leichtfertig die Zukunft der nachfolgenden Generationen aufs Spiel setzt. Ich bin der Meinung, dass alles was wir in diesen Bereichen heute verschlafen, die zukünftigen Generationen doppelt und dreifach treffen wird. Ich stelle mir eine solidarische Gesellschaft anders vor und möchte mich dafür einsetzen, dass alle Menschen in unserem Land gute Chancen haben ihr Leben zu gestalten. Auch unsere Wirtschaft wird von den richtigen Weichenstellungen profitieren.

Klimaschutz

In Zukunft werden nicht diejenigen profitieren, die auf ein einfaches „weiter so“ und eine falsch verstandene „Stabilität“ setzen, sondern diejenigen, die sich zukunftsfähig aufstellen. Dabei steht ein Thema für mich im Mittelpunkt: Der Kampf gegen den Klimawandel. Wir werden die Aufgaben unserer Zeit nicht lösen können, wenn wir uns nicht auch endlich ernsthaft um die Klimafrage kümmern. In der Kommunalpolitik habe ich ertragen müssen, wie schwerfällig und desinteressiert die Politik vor Ort mit diesem Thema umgeht. Darum bin ich davon überzeugt, dass die Landespolitik hier mutig voran gehen muss. Wir müssen alle Aktivitäten und Gesetzgebungen des Landes auf ihre Auswirkungen auf den Klimaschutz untersuchen und entsprechend anpassen. Interessanter Weise mangelt es gerade im Bereich der Klimapolitik nicht an Erkenntnissen, es ist aber nun an der Zeit diese Erkenntnisse auch in reale Politik umzusetzen. Dazu gehört für mich selbstverständlich der starke Ausbau der regenerativen Energien und zwar flächendeckend. Hier nehme ich bewusst die Windkraft nicht aus der Betrachtung heraus. Gerade die Windkraft wird uns dabei helfen unseren Energiehunger zu stillen. Im Kreis Paderborn haben wir, insbesondere durch die Stadt Lichtenau, einen erfreulichen Beitrag zur Energiewende geleistet. Und ich erwarte, dass die anderen Regionen in NRW hier nachziehen. Die aktuellen Pläne der Landesregierung sehen leider anders aus. Bis wir keine andere Lösung gefunden haben, werden wir um die Windkraft und Photovoltaik nicht herumkommen. Ich kann nicht verstehen warum bei Neubauten von Wohn- und Geschäftsgebäuden noch keine konkrete Ausrichtung der Dachflächen und die Installation von PV-Anlagen vorgeschrieben sind. Genauso gibt es landesweit noch unzählige öffentliche Gebäude ohne eigene Stromproduktion.

Windrad in Büren

Mobilität

Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Aspekt, der gerade bei uns im ländlichen Raum hohe Brisanz hat. Wir müssen den Menschen endlich eine Antwort auf die Frage geben, wie wir uns die Mobilität in Zukunft vorstellen. Die Ausgangslage ist klar, wir werden weiterhin mobil sein müssen und die aktuellen Mobilitätskonzepte werden in Zukunft nicht mehr funktionieren. Würden wir hier weiter die Hände in den Schoß legen, wird dieses Thema zu einer großen sozialen Frage werden. Es geht also auch darum zu verhindern, dass in Zukunft nur noch Gutverdiener mobil sind. Wenn wir das zuließen, ginge die soziale Schere noch weiter auseinander. Hier geht es mir nicht um bloße Verbote und Vorschriften, die den Menschen das Leben schwer machen. Nein, das verstärkt nur die sozialen Härten. Mir geht es darum, dass wir echte Alternativen anbieten und ermöglichen. Der öffentliche Personennahverkehr ist für mich dabei der Schlüssel zum Erfolg. Ein guter Einstieg in den Veränderungsprozess ist nach meiner Meinung die kurze Formel: Taktung rauf und Preis runter.

Familien

Ein weiteres Thema liegt mir sehr am Herzen: Die wichtigste Säule für die Zukunft sind unsere Familien, sind unsere Kinder. Unsere Familien haben in der Pandemie unglaublich viel geleistet und stehen immer noch vor großen Herausforderungen. Es ist unglaublich was sie alles ertragen mussten und mit großem Engagement gemeistert haben. Schon vor der Pandemie haben unsere Familien nicht die Unterstützung bekommen, die sie verdient haben. Im letzten Jahr wurde ihnen aber in weiten Teilen Unzumutbares abverlangt. Vieles, das muss ich zugeben, ist sicherlich der Pandemie geschuldet gewesen und war nicht planbar oder direkt änderbar. Viele Probleme sind auch erst durch die Landespolitik entstanden. Wir müssen unsere Familien und Kinder unterstützen, ihnen das Leben leichter machen und nicht immer weiter Knüppel zwischen die Beine schmeißen. Unser Land verdient endlich ein umfassendes Betreuungskonzept, dass den Familien eine entsprechende Flexibilität ermöglicht. Das fängt für mich bei der Betreuung der Kleinsten an, betrifft aber auch die Pflege und Betreuung von kranken oder alten Angehörigen.

Schule und Bildung

Ich bin kein Schulexperte und werde darum auch keine Vorschläge zur Verbesserung unseres Schulsystems vortragen. Auch wenn es sich dabei selbstverständlich um ein wichtiges landespolitisches Thema handelt, bin ich dafür der falsche Ansprechpartner. Was dabei herauskommt, wenn dieses Thema Fachfremde bearbeiten, haben wir ja in den letzten Jahren erleben müssen. Es sollen sich besser diejenigen darum kümmern, die wissen wovon sie reden. Aber ich habe zu einigen Punkten natürlich eine Meinung. Ich finde wir müssen nach all den Turbulenzen, nicht zuletzt auch durch die Pandemie, endlich dafür sorgen, dass nicht immer wieder das ganze System von links auf rechts gedreht wird. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen einfach wieder die Zeit dafür bekommen sich um die wesentlichen Aufgaben zu kümmern: Den Unterricht. Und ich finde, wir müssen endlich anfangen unser bestehendes Schulsystem zu stärken und nicht aufgrund von persönlichen Vorbehalten oder Vorurteilen die Schulformen gegeneinander ausspielen. Wenn wir es schaffen unser Schulsystem durchlässig und transparent zu gestalten haben wir schon eine Menge erreicht.

Übergang Schule-Beruf

Ein wichtiges Thema, das daran anknüpft, ist die Organisation des Übergangs von Schule zu Beruf. Gerade in unseren turbulenten und schnelllebigen Zeiten sind wir gut beraten, wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung deutlich stärker und realitätsnäher unterstützen. Dazu gehört die Stärkung und Modernisierung unserer erfolgreichen dualen Ausbildung. Ich schlage vor, dass wir dieses System weiter flexibilisieren und auf die heutigen Anforderungen zuschneiden. Der Fachkräftemangel ist nicht vom Himmel gefallen und wird nicht von allein wieder verschwinden. Gemeinsam mit den Gewerkschaften möchte ich für gute Rahmenbedingungen in der Ausbildung sorgen.

Veränderung gestalten

Und eine abschließende Sache ist mir persönlich noch ganz wichtig: Auch wenn ich für klare Worte und präzise Aussagen stehe, habe ich nicht auf jede Frage eine Antwort und nicht für jedes Problem eine Lösung. Ich verspreche aber allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Paderborn, dass ich ihnen zuhören werde. Damit wir gemeinsam, alle zusammen, die Aufgaben unserer Zeit meistern. Leben heißt nämlich Veränderung und auch, wenn andere Parteien oft versprechen die Veränderungen aufzuhalten, wird das nicht gelingen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist also die Veränderung so zu gestalten, dass alle daran im positiven Sinn teilhaben und wir die Dinge zum Besseren weiterentwickeln.

Packen wir es gemeinsam an! Für die Menschen im Kreis Paderborn!